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Heftige Debatte um Nashorn-Auktion in den USA

November 1, 2013
Hotline für Nashornschutz

Nachhaltige Nutzung und Schutz gehen Hand in Hand. (Aufruf des Umweltministeriums, mögliche Nashorn-Wilderei zu melden)

Die geplante Versteigerung eines Spitzmaul-Nashorns unter Jägern in den USA ist gute Werbung für die Jagd-Destination Namibia. Das erklärte der Präsident des Berufsjagdverbandes NAPHA, Kai-Uwe Denker, im Gespräch mit Hitradio Namibia (Tourismus-Treff, freitags 8h10 namibischer Zeit). Sie mache bekannt, dass Namibia über gesunde Wild-Populationen verfüge.

Den weltweiten Aufschrei der Empörung könne er nicht verstehen, sagte Denker. Im Nordwesten Namibias gebe es in einigen Gebieten zuviele Nashorn-Bullen. Im Zuge von Revier-Kämpfen kämen immer wieder Bullen ums Leben. Denker verwies zudem darauf, dass die internationale Artenschutz-Konferenz CITES Namibia fünf Nashörner für die Trophäenjagd zugestanden hatte. NAPHA unterstütze die Strategie des Umweltministeriums, durch nachhaltige Nutzung der Bestände den Naturschutz zu fördern.

Der Dallas Safari Club hat eine Lizenz für eine Nashorn-Trophäe erhalten und will sie Mitte Januar in Dallas versteigern. Man erwarte Gebote ab 250.000 US-Dollar, so der Club. Ob dies realistisch sei, könne er nicht beurteilen, sagte Kai-Uwe Denker. Auch würden ihm Summen in dieser Größenordnung Unbehagen bereiten, weil seinem Verständnis nach nicht die Trophäe und das Geld im Vordergrund stehen sollten, sondern das Jagderlebnis.

Der namibische Umweltminister Uahekua Herunga hatte die Vergabe der Lizenz an den Dallas Safari Club am Montag bestätigt und betont, dies sei eine gute Werbung für die Trophäenjagd in Namibia.

Die Organisation Save the Rhino Trust (SRT) dagegen hatte sich von der Auktion distanziert und Berichte in Medien der USA dementiert, sie erhalte den Erlös. Man setze sich für den Schutz der Nashörner ein und habe mit der Trophäenjagd nichts zu tun, betonte SRT-Geschäftsführerin Marcia Fargnoli.

Die Einnahmen aus der Trophäenjagd kommen der Hegegemeinschaft und dem so genannten Game Product Trust Fund der namibischen Regierung zugute. Mit Geldern aus dem Fonds sollen wiederum kommunale Gemeinschaften in Mensch-Tier-Konflikten entschädigt werden, etwa wenn Löwen Lämmer reißen oder Elefanten Anlagen zerstören.

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