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Kolbenfresser ließ Piloten keine Chance

Das Leichtflugzeug des Piloten Mark Berry ist im März im Kaokoveld infolge eines Kolbenfressers abgestürzt. Das berichten die Allgemeine Zeitung und der Republikein heute unter Berufung auf den Untersuchungsbericht. Motor-Öl und Zylinderkopf seien sehr heiß gewesen. Auch habe ein 30 Knoten starker Wind geherrscht und eine am Flügel montierte Kamera habe das Flugverhalten der Maschine verändert. Der erfahrene Pilot hat den Berichten zufolge keine Chance gehabt, die Maschine mit plötzlich stillstehendem Motor in dem felsigen Gelände heil auf den Boden zu bringen.

Bei dem Absturz 16 km westlich von Purros waren Mark Berry und sein Passagier Richard Mathew aus Südafrika ums Leben gekommen. Sie waren von Sesfontein aus zu einem Flug entlang des Hoarusib-Riviers gestartet, um Filmaufnahmen zu machen. Mark Berry ist einer der beiden Söhne des bekannten Biologen Hu Berry, der im Juli 2011 verstorben war.

Der Artikel der Allgemeinen Zeitung lag bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags noch nicht online vor.

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Namibia bereit für Gipfel der Abenteuer

Die Vorbereitungen für das Gipfeltreffen der internationalen Abenteuer-Reise-Branche in Namibia sind erfolgreich abgeschlossen worden. Das sagte die Geschäftsführerin des Gastgewerbe-Verbandes HAN (Hospitality Association of Namibia), Gitta Paetzold, am Morgen im “Tourismus-Treff” auf Hitradio Namibia. Rund 700 Delegierte hätten sich registriert. Das Tourismusministerium verspricht sich auch von den vielen namhaften Reise-Journalisten einen positiven Effekt nach der Konferenz. Das 10. Gipfeltreffen des Welt-Verbandes der Abenteuer-Reise-Branche ATTA beginnt morgen mit einem Großempfang in Windhoek. Die Tagung selbst findet in Swakopmund statt und dauert bis Donnerstag. Etwa 250 Delegierte sind bereits im Land, um im Vorfeld der Konferenz an Abenteuer-Touren teilzunehmen.

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Ekandjo bestätigt: Reiter verschwindet im Hof

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Das Reiterdenkmal vor der Alten Feste in Windhoek nach dem Umzug (2010). Im Hintergrund das noch im Bau befindliche Unabhängigkeitsmuseum. Foto: Sven-Eric Stender

Das Reiter-Denkmal in Windhoek soll vom Eingang der Alten Feste in den Innenhof umgezogen werden. Einen entsprechenden Bericht der Wochenzeitung Informanté habe Kulturminister Jerry Ekandjo bestätigt, berichtet die Allgemeine Zeitung heute. Der Reiter stehe nicht für Versöhnung, sondern für eine ewige Herrschaft der Deutschen, sagte Ekandjo als Gast auf der Jahresversammlung des Deutschen Kulturrates am Freitagabend. Zugleich verwies er darauf, dass nach der Wende in Ostdeutschland die Statuen von Marx und Engels entfernt worden seien. An die Stelle des Reiters tritt laut Informanté ein Mahnmal zum Gedenken an den Völkermord.

Ekandjo gab laut AZ auch bekannt, dass die Alte Feste für 50 Millionen Namibia Dollar renoviert werde. Auf der Versammlung des Kulturrates, an der auch der deutsche Botschafter Onno Hückmann teilnahm, habe er einen versöhnlichen Ton angeschlagen. Er selbst gehöre einer Generation an, die im System der Rassenschranken aufgewachsen sei. Die Kinder heutzutage hingegen würden keine Farbe kennen und diese Unterschiede nicht verstehen.

Der Artikel der Allgemeinen Zeitung lag bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags noch nicht online vor.

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Reiter-Denkmal weicht Völkermord-Statue

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Das Reiterdenkmal vor der Alten Feste in Windhoek nach dem Umzug (2010). Im Hintergrund das noch im Bau befindliche Unabhängigkeitsmuseum. Foto: Sven-Eric Stender

Das Reiter-Denkmal in Windhoek soll durch ein Mahnmal zum Gedenken an den Völkermord ersetzt werden. Das berichtet die Wochenzeitung Informanté heute unter Berufung auf zuverlässige Quellen. Der Reiter solle in den Innenhof der Alten Feste umgezogen werden. An seine Stelle treten laut Informanté die Statuen eines Mannes und einer Frau, die die Unabhängigkeit begrüßen und an die Opfer der Kolonialkriege 1904 erinnern.

Die Statue von Sam Nujoma vor dem Unabhängigkeits-Museum soll ihn nicht in Kampfmontur, sondern in einem Anzug zeigen, heißt es in dem Bericht. Außerdem soll bei der Gedenkstätte Omugulugwombashe in der Region Omusati eine Figuren-Gruppe errichtet werden, die PLAN-Kämpfer unter Führung von John Ya Otto Nankudhu zeigt. Nankudhu hatte dort im Juni 1966 ein Ausbildungscamp für PLAN-Kämpfer gegründet. Der Angriff der südafrikanischen Armee auf das Camp am 26. August 1966 gilt als Beginn des bewaffneten Kampfes um die Unabhängigkeit; der 26. August wird im unabhängigen Namibia als Helden-Gedenktag begangen (mehr auf Wikipedia zu Omugulugwombashe).

Die Denkmal-Projekte haben laut Informanté ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Namibia Dollar. Den Auftrag erhalte dieselbe koreanische Firma, die auch das Unabhängigkeits-Museum in Windhoek und die Helden-Gedenkstätte am Südrand der Stadt errichtet hat.

Den Artikel in der Informanté zum Reiter-Denkmal finden Sie hier.

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Erindi-Elefanten erkunden die neue Gegend

Elefanten in Khaudom, Elephants in Khaudom National Park, Namibia

Elefantengruppe im Khaudom Nationalpark im Nordosten Namibias (November 2011). Foto: Sven-Eric Kanzler

Elefanten des Erindi Private Game Reserve nordwestlich von Okahandja richten auf den Nachbarfarmen weiterhin großen Schaden an. Das berichtet die Allgemeine Zeitung heute. Mehrere Dickhäuter seien aus der Luft betäubt und wieder nach Erindi zurücktransportiert worden. Laut AZ konnte Erindi-Eigentümer Gert Joubert nicht genau sagen, wieviele Tiere inzwischen wieder eingefangen wurden.

Vor mehr als einer Woche hatten Elefanten die Zäune durchbrochen und waren auf Nachbarfarmen vorgedrungen. Der AZ zufolge wurden zwei der Dickhäuter bis zu fünf Farmen entfernt gesichtet. Man habe erwartet, dass einige Tiere ausbrechen, wird Joubert von der AZ zitiert, aber mit der Zeit sollten sie sich an das Gebiet und die Umzäunung gewöhnen. Einige der betroffenen Farmer betonten, dass Mitarbeiter Erindis die Schäden an Zäunen und anderen Anlagen rasch wieder behoben hätten.

Nach langem Konflikt mit dem Umweltministerium hatte Erindi die Erlaubnis erhalten, 200 Elefanten im Khaudom Nationalpark im Nordosten Namibias zu fangen und in sein Gebiet umzusiedeln. Joubert gab laut AZ an, in den Wintermonaten bis September 80 bis 90 Tiere erhalten zu haben. Erindi ist 72.000 Hektar groß. Kritiker wenden ein, dies sei viel zu klein für 200 Elefanten. Joubert hatte indessen auf eine Studie verwiesen, derzufolge Erindi bis zu 500 Dickhäuter verkraften könne.

Der Artikel der Allgemeinen Zeitung lag bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags noch nicht online vor.

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Profis wildern Nashörner nun auch in Namibia

Hotline für Nashornschutz

Direkter Draht zum Umweltministerium (MET)

In Namibia sind zum ersten Mal Nashörner auf professionelle Weise gewildert worden wie in Südafrika. Das berichtet die Allgemeine Zeitung heute unter Berufung auf den Direktor für Parks und Wildhege im Umweltministerium, Colgar Sikopo. Die beiden Nashörner auf der Farm Vogelsang zwischen Wilhelmstal und Karibib seien offenbar aus der Luft bejagt worden. Man habe an den Tatorten keine Autospuren finden können. Weitere Details habe Sikopo mit Blick auf die Untersuchungen nicht nennen wollen, so die AZ. Die Kadaver der Tiere waren vor zwei Wochen entdeckt worden.

Indessen soll die Öffentlichkeit in den Schutz der Nashörner stärker einbezogen werden. So wurde eine SMS-Hotline eingerichtet, über die verdächtige Beobachtungen dem Umweltministerium gemeldet werden können. Die Nummer ist 55555 – fünfmal die 5.

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NAU distanziert sich von Verfassungsklage

Die Landwirte Namibias stehen voll und ganz hinter einer konstruktiven Bodenreform und der angekündigten Bodensteuer. Das hätten die Teilnehmer des Kongresses in Windhoek bestätigt, gab der Landwirtschaftsverband NAU in einer Pressemitteilung bekannt. Die NAU distanziere sich von dem Antrag eines Farmers, die Bodensteuer per Gericht für verfassungswidrig erklären zu lassen. Ein gerichtliches Vorgehen gegen Bodenreform und Bodensteuer lehne man ab. Stattdessen wolle die NAU in Gesprächen mit den beteiligten Ministerien erreichen, dass bei der Abschätzung Kriterien wie Tragfähigkeit und Produktionswert des Landes stärker berücksichtigt werden. Sie wies zugleich darauf hin, dass das Abschätzungsgericht für null und nichtig erklärt worden war.

Der Farmer Joachim Rust von Waterberg Wilderness hatte das Abschätzungsverfahren per Eilantrag vom Windhoeker Obergericht für null und nichtig erklären lassen. Außerdem hatte er im August einen Antrag auf eine Verfassungsklage gestellt. Passagen des Gesetzes zur Bodenreform von 1995 sowie die Bodensteuer würden gegen die Verfassung verstoßen, heißt es darin. So sei die Bodensteuer entgegen der Verfassung nicht vom Parlament, sondern von der Regierung bestimmt worden. Auch könnten historisch benachteiligte Farmer beantragen, 85 Prozent der Bodensteuer erlassen zu bekommen. Dies verstoße gegen das Gleichheitsgebot.

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