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21 Millimeter Regen bei Gobabeb

Namibia freut sich über einen frühen Beginn der Regenzeit. Seit Dienstagabend hat es in vielen Orten des Landes geregnet.

Die Werte lagen gestern morgen laut Wetteramt in Windhoek meist unter 10 mm. Der Höchstwert sei mit 12 mm in Gobabeb etwa 100 km südöstlich von Walvis Bay registriert worden. Dort befindet sich die bekannte Wüstenforschungsstation. Aris südlich von Windhoek meldete gegenüber dem deutschsprachigen Privatradiosender Hitradio Namibia 11 mm, Avis östlich von Windhoek gab 3 mm an. Auch in den Küstenorten fiel Regen – 3 mm in Swakopmund und 2 mm in Henties Bay.

In der vergangenen Nacht und am frühen Morgen fiel weiterer Regen. Gobabeb erhielt erneut mit 9,1 mm ungewöhnlich viel Niederschlag. Der Höchstwert wurde laut Wetteramt mit 14 mm in Maltahöhe gemessen; in Mariental waren es 7,4 und in Windhoek 6 mm. Im Norden lagen die Werte unter 2 mm.

Dem Wetteramt zufolge ist auch morgen noch Regen zu erwarten. Dann jedoch ziehe aus Süden eine Kaltfront heran, die die Wolken bis mindestens kommenden Dienstag vertreibe. Im Süden Namibias werde es sehr kühl. Insgesamt sei mit einer leicht überdurchschnittlich guten Regenzeit zu rechnen.

Namibia leidet unter einer Dürre. Während der vergangenen Regensaison von Oktober 2012 bis April 2013 war vielerorts kaum die Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge gemessen worden.

Regenwerte des Wetteramtes Namibia; umfassende Infos zum Wetter in Namibia auf Namibia Weather Network.

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Film-Landrover wird in Windhoek restauriert

Foto auf dem Film "Die Götter müssen verrückt sein" / Photo from the movie "Gods must be crazy"

Foto aus dem Film “Die Götter müssen verrückt sein / The Gods must be crazy”. Quelle: Cinema.de

Der Original-Landrover aus dem Film “Die Götter müssen verrückt sein” ist nach einem Aufruf über den deutschsprachigen Privatradiosender Hitradio Namibia aufgetaucht. Carsten Möhle vom Reiseveranstalter Bwana Tucke Tucke hatte in einem Interview am Morgen von einer für Oktober geplanten Tour mit besonderen Landrover-Wagen durch den Süden Namibias erzählt, für die er den Landy aus dem besagten Film suche. Kurz darauf meldete sich Stephan Hamm, dessen Schwiegervater das Auto mit dem Kauf der Farm Rustig beim Etosha Nationalpark Ende der Achtziger Jahre erworben hatte. Wie der Wagen, der speziell für die Dreharbeiten angeschweißte Teile aufweist, dorthin gekommen war, konnte Hamm nicht sagen. Der Landrover sei noch bis 2007 gefahren. Hamm ist nach eigenen Angaben zurzeit dabei, den Wagen zu restaurieren. Allerdings sei es heutzutage schwierig, Ersatzteile zu bekommen.

Mehr zum Kinofilm auf Wikipedia.

Ausschnitt aus dem Film “Die Götter müssen verrückt sein / The Gods must be crazy” auf YouTube.

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Namibia will Spuren des Kolonialismus tilgen

Reiter, Reiterdenkmal, Windhoek, Unabhängigkeitsmuseum, Alte Feste

Das Reiterdenkmal vor der Alten Feste in Windhoek nach dem Umzug (2010). Im Hintergrund das noch im Bau befindliche Unabhängigkeitsmuseum. Foto: Sven-Eric Stender

Das Reiter-Denkmal in Windhoek soll von seinem Standort vor der Alten Feste entfernt werden. Das bekräftigte Informationsminister Joel Kapaanda in einer Erklärung. Damit reagierte er auf einen Bericht in der Tageszeitung Namibian Sun, in dem deutschstämmige Namibier ihren Unmut über die Pläne der Regierung geäußert hatten. Das Denkmal gehöre in ein Museum und nicht an einen Ort, an dem namibische Helden verehrt werden, so Kapaanda. Die Regierung wolle alle Spuren des Kolonialismus tilgen. Die Reiter-Statue war 1912 zum Gedenken an die deutschen Opfer des Kolonialkrieges errichtet und 1969 zum Nationalen Denkmal erklärt worden.

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7.000 Nutzer begeistert vom Namibia-App

Das mit einem Preis ausgezeichnete Reise-App “Entdecke Namibia” des Namibia Tourism Board ist sehr beliebt. Es sei seit Mai 2012 von gut 7.000 Nutzern heruntergeladen worden, teilte das Frankfurter Büro des NTB auf Anfrage von Bush Telegraph Namibia mit. Allein das App fürs i-Pad von Apple zähle 5.400 Nutzer – die deutsche Version 1.600, die Ausgaben in Englisch und Holländisch über 3.800. Hinzu kommt eine nicht messbare Zahl an Downloads durch Android-basierte Endgeräte (Samsung, Sony u.a.). Der Publikums-Wettbewerb “Bestes Reise-App des Jahres” habe die Zahl der Downloads in Deutschland im August auf 500 ansteigen lassen, erklärte NTB-Mitarbeiter Matthias Lemcke. Nachdem das App gestern bei der Bekanntgabe der Preisträger auf dem zweiten Platz landete, dürfte ein weiterer Schub zu erwarten sein.

Mehr Informationen zum Wettbewerb und den besten drei Apps gibt es hier.

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Nutzer verleihen Namibia-App die Silber-Medaille

Das Reise-App “Entdecke Namibia” des Namibia Tourism Board hat beim Publikums-Wettbewerb “Bestes Reise-App des Jahres” in Deutschland den zweiten Platz belegt. Das teilte das Frankfurter Büro des NTB am Mittag mit. Auf dem ersten Platz landete Thomas Cook, auf den dritten Rang kam Travelhome. Die Gewinner wurden gestern abend in einer feierlichen Veranstaltung mit knapp 400 Top-Entscheidern aus der Tourismusbranche in Köln geehrt. Die Aktion wurde von der Zeitung “Die Welt” und dem Travel Industry Club durchgeführt. Unter den 28 Finalisten waren namhafte Unternehmen wie Lufthansa oder das Buchungsportal Expedia. NTB Frankfurt hatte ein Jahr in die Entwicklung des Apps gesteckt. Es soll die Nutzer auf unterhaltsame Weise für einen Urlaub in Namibia begeistern.

Das für den europäischen Markt gestaltete iPad App steht seit Mai 2012 zum kostenlosen Download im Apple App Store zur Verfügung. Das App erweist sich nicht nur bei der Reiseplanung als verlässlicher Ratgeber, sondern dient auch als abwechslungsreiche und interaktive Lektüre zuhause. In einer übersichtlichen Struktur bündelt es Informationen und Tipps zur namibischen Tierwelt, den verschiedenen Regionen und Landschaften, der reichen Kultur des Landes sowie vielen weiteren Themen. Neben allgemeinen Informationen finden Nutzer hier Antworten auf spezifische Fragen rund um das Thema Reisen sowie ein umfangreiches Angebot an „Travel Deals“, deren Anzahl sich stetig erweitert.

Hier das App “Entdecke Namibia” im Apple App Store.

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Präsident Pohamba besteht auf !Nami≠nûs

Um die Namensänderung von Lüderitz nach !Nami≠nûs gibt es neue Verwirrung. Die Tageszeitung Namibian verwendete heute in einem Artikel über den Küstenort den neuen Namen. Auslöser sei ein öffentliches Statement von Präsident Hifikepunye Pohamba gewesen, erklärte Namibian-Redakteur Christof Maletsky auf Nachfrage von Bush Telegraph Namibia. Pohamba habe Bürgermeisterin Susan Ndjaleka am Freitag dafür gedankt, die Umbenennung akzeptiert zu haben. Die Änderung sei von der Kommission zur Einteilung der Wahlkreise empfohlen worden und entspreche dem Wunsch des Volkes, wurde Pohamba zitiert. Der Namibian, so Maletsky, werde jedoch ab sofort wieder den bisherigen Namen Lüderitz verwenden, bis der neue Name rechtlich einwandfrei erklärt worden sei. Auch die namibische Presseagentur Nampa bestätigte, dass für sie vorerst der Name Lüderitz gelte.

Die Regierung hatte kürzlich bestätigt, dass die Umbenennung bislang nur den dortigen Wahlkreis betrifft, und indirekt eingeräumt, dass der Präsident den Namen von Orten nicht ändern darf.

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Airbusse helfen Air Namibia beim Sparen

Air Namibia spart mit seinem neuen Airbus 330-200 auf der Strecke Frankfurt-Windhoek künftig Monat für Monat Betriebskosten in Höhe von 8,5 Millionen Namibia Dollar. Das gab die staatliche Fluggesellschaft in einer Pressemitteilung bekannt. Für die fünfjährige Laufzeit des Lease-Vertrages für die beiden Maschinen ergebe sich daraus eine Summe von 510 Millionen Dollar. Lease-Partner ist das Unternehmen Intrepid Aviation mit Sitz in den USA. Der erste der beiden Airbusse trifft Ende September ein, der zweite im November. Neben der Ersparnis bieten die Flugzeuge laut Air Namibia einen erhöhten Komfort.

Zurzeit setzt die staatliche Fluggesellschaft auf den Langstreckenflügen zwischen Frankfurt und Windhoek zwei Airbusse des Typs A 340-300 ein. Die Lease-Vereinbarung läuft im Oktober aus.

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Deutschland kann Reiter zurück haben

Reiter, Reiterdenkmal, Windhoek, Unabhängigkeitsmuseum, Alte Feste

Das Reiterdenkmal vor der Alten Feste in Windhoek nach dem Umzug (2010). Im Hintergrund das noch im Bau befindliche Unabhängigkeitsmuseum. Foto: Sven-Eric Stender

Das Reiter-Denkmal vor der Alten Feste in Windhoek, das aus deutscher Kolonialzeit stammt, soll beseitigt werden. Das hat Präsident Pohamba am Sonntag auf einem Arbeitstreffen vor dem Helden-Gedenktag in Outapi angekündigt. Es handle sich um ein Symbol des Sieges der Deutschen, begründete Pohamba seine Entscheidung. Er habe nichts dagegen, wenn der Reiter nach Deutschland zurück gesandt werde. Die Statue war samt Sockel aus Felsblöcken im August 2009 mit Spendengeldern aus der deutschstämmigen Gemeinschaft in Namibia abgebaut und zum Eingang der Alten Feste umgezogen worden, um dem Unabhängigkeits-Museum auf dem Hügel neben der Christuskirche zu weichen. Es erinnert an die gefallenen Soldaten und zivilen Todesopfer der Deutschen im Krieg gegen Herero und Nama 1904 bis 1908.

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Umbenennung von Lüderitz nicht vom Tisch

Die Regierung Namibias will nicht nur den Wahlkreis, sondern auch den Ort Lüderitz in !Nami≠nus umbenennen. Die bereits am 8. August angekündigte Umbenennung habe zwar nur den Wahlkreis betroffen, bestätigte die Regierung am Wochenende. Präsidialamts-Minister Albert Kawana zufolge werde jedoch an zwei Gesetzesänderungen gearbeitet, die es Präsident Pohamba ermöglichen, auch Orts-Namen zu ändern. Dabei handele es sich um die Gesetze Local Authorities Act und Township and Division of Land Ordinance Act. Diese Gesetze schreiben bislang vor, dass eine Namensänderung vom ‘Eigentümer’ des Ortes, also dem Stadtrat, vorgeschlagen und vom Minister für Kommunalverwaltung gebilligt wird. Für heute ist in Lüderitz ein volksgruppenübergreifender Protestmarsch geplant. Auch afrikanische Bewohner des Ortes bezeichnen sich als ‘Buchter’ (von Lüderitzbucht).

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Debatte über Namensänderung von Lüderitz dauert an

Lüderitz/!Nami≠nûs 2003

Die ‘Skyline’ von Lüderitz/!Nami≠nûs im Jahre 2003.
Foto: Senta Frank

Die Umbenennung des Ortes Lüderitz in !Nami≠nûs sorgt weiter für Aufregung. Weder der Präsident noch die Kommission zur Einteilung der Wahlkreise sei zur Namensgebung einer Stadt oder Ortschaft berechtigt, berichtet der Namibian unter Berufung auf den Menschenrechts-Anwalt Daniels. Ein neuer Name müsse von den Behörden des Ortes selbst beantragt und dann vom zuständigen Minister der Regierung genehmigt werden. Die Namensänderung war im Zuge der neuen Wahlkreise bekannt gegeben worden. Seitdem ist unklar, ob dies nur den Wahlkreis oder auch den Ort betrifft.

Die Bürger des Ortes wollen sich heute mit dem Gouverneur der ║Karas-Region, Swartbooi, Bürgermeisterin Ndjaleka und dem Wahlkreis-Abgeordneten Scholtz treffen. Man sei nicht gegen den neuen Namen als solches, sondern protestiere dagegen, nicht informiert worden zu sein, sagte eine Vertreterin der Bürger-Initiative. Der Namibian hatte am Montag berichtet, die Regierung habe den neuen Namen bereits vor einem Jahr beschlossen und den Regionalrat im Februar informiert. – Eine zweite Initiative in !Nami≠nûs hat für heute abend zu einer Versammlung aufgerufen und für Ende der Woche einen Protestmarsch gegen den neuen Namen angekündigt.

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